PAUSE

2014

Glücklich bis qualvoll blicken wir auf die Kindheit, jenen nostalgisch sehnsuchtsvollen Ort an dem unsere Zeit beginnt. Raum und Zeit prägen unsere Weltanschauung und so wie sich die vergangenen Ereignisse zu einer zeitlichen Folge des Daseins ordnen, ordnen wir streng den Alltag im vernetzten Raum. Laut Definition ist die Pause die Unterbrechung eines Vorgangs. Allerdings ist der gesamte Alltag zu einem einzigen Vorgang geworden. Unsere Pausen stecken in Erinnerungsstücken wie etwa Fotos. Aus diesen Bruchstücken unserer Existenz konstruieren wir unsere Identität, die Wirklichkeit unseres Lebens. Die Verlängerung des Augenblicks in die Ewigkeit, in Öl, die Fixierung auf den Moment, thematisieren unsere Wertzuschreibungen und unser Verhältnis zur Arbeit, zur Pause und unserer Zeiteinteilung in die Augenblicke des Lebens und den schwarzen Rest.
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DATENSTROM

2013

Datenstrom ist eine Installation die auf humoristische Weise unseren Umgang mit Daten thematisiert. Ausgediente Diskettenscheiben stehen wie Atome im Wind und bewegen sich hin und wieder. Im Mikrokosmos finden sich alle Elemente, die unseren Datenfluss und die Speicherung von Daten ermöglichen. Für uns unsichtbar sind diese Vorgänge auch in der Natur zu finden. Die Arbeit ist am Ende als Videoinstallation zu besichtigen. Nochmals digitalisiert ist wiederum der Transfer von Real zu Virtuell durch das Abbild thematisiert. Die dreimalige Transformation lässt uns einem Kosmos nahe kommen, der doch gleichzeitig so weit entfernt ist.
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428 SEKUNDEN WIRKLICHKEIT

2011

In der Arbeit „428 Sekunden Wirklichkeit“ wird die Wirklichkeitskonstruktion unserer Gesellschaft, die medial geprägt ist, hinterfragt. Die Installation hat Raum, Bild und Abbild, sowie Wahrnehmung und Unschärfe zum Gegenstand. Es geht um das Zurechtfinden in einem Labyrinth der verschiedenen Ebenen und Verschachtelungen, um Möglichkeiten von Wirklichkeit.
In den Räumen befinden sich kleine Rahmen oder Fenster, durch die man in einen Tunnel blickt, an dessen Ende ein Bildschirm mit einer Filmsequenz zu sehen ist. Im letzten Raum befindet sich das Fenster in einer Entfernung von 8 Metern, so dass man die gezeigte Sequenz nicht genau erkennen kann. Bei Annährung an das Fenster wird der Film skaliert. Die Bilder werden nur noch als riesige Pixel dargestellt und unscharf. Es gibt keine Auflösung, keine Wirklichkeit, die sich in einfacher Art und Weise zu erkennen gibt.
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POESIE DER KATASTROPHE

2010

Im Informationszeitalter ist es unabdingbar zu fragen, wie nachhaltig die gebotenen Informationen eigentlich sind.
Inwieweit sollen wir uns der Deutungshoheit der Schlagzeilenrealität anvertrauen, was hat sie mit unserer Wirklichkeit zu tun und wie greift sie in sie ein?
Die Verdichtung des Inhalts auf immer knapperem Raum und in immer kürzerer Zeit macht ihre Entschlüsselung und Rezeption zu einer kaum lösbaren Aufgabe.
Die Arbeit „Poesie der Katastrophe“ entwickelte hier einen speziellen Lösungsansatz, der darin lag, die täglichen Nachrichten im wörtlichen Sinne zu verDICHTEN.
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ABOUT CITIES

2009/10

Mit Kontaktmikrofonen wurden verschiedene Orte Berlins und Barcelonas aufgenommen. Die Vibrationen der Städte und der persönliche Bezug der Künstler zu ihren Städten, und expliziet der aufgenommen Orte, stand im Mittelpunkt der Soundinstallation „About Cities“. In der Installation wurden die Vibrationen hörbar gemacht und die Töne durch die Anordnung der Lautsprecher so miteinander verschränkt, dass man nur Berlin oder Barcelona oder eine direkte Vermengung beider Städte hören konnte. Zusätzlich wurden durch persönliche Texte, die sich in der Installtion 360 Grad an den Wänden entlang bewegten, die Orte durch Erinnerungen, Momentaufnahmen und Beschreibungen lebendig.
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IRRLICHTER

2010
mattef | pegman | twblum | Konrad hempel

IRRLICHTER ist eine begehbare multimediale Installation. bildschirme, videosequenzen und projektionen. von zeit zu zeit musik.
verführung, irritation und hoffnung. wer seinen IRRLICHTERN folgt, mag im nirgendwo stranden ODER an neuen ufern. scheitern inklusive, gewinnen auch. das ziel vorerst und weiterhin ein IRRLICHT. jeder versuch, sie zu fassen ein kämpferischer moment. illusion trifft rauhe wirklichkeit.
die verunreinigungen des lebens. die dialektik der ordnung. keine definition, kein ausschluss, keine eindeutigkeit. so kommt der zauber in die welt. wider die vernünftigen, die uns dies ausreden wollen. denn was versäumen wir, wenn das leben, wie geschmiert, auf geraden bahnen rollt? seitenwege und schlängelpfade. das LEBEN.
auch auf die gefahr hin, im wechselspiel zwischen erwartung, vorstellung, ordnung und der schlichten realität desillusioniert zu werden, treffen hier irrlichternd aufeinander - konkosmos, mattef, pegman und tw blum. unabgestimmt und nur via sujet verabredet.
jeder der vier bringt seine bilder mit, und in einer halbstündigen musikalischen improvisation werden die teile zu etwas gemeinsamen zusammengefügt. oder auch nicht!
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